Mit dem Begriff "Parodontose" bezeichnet man die "Zahnbetterkrankung". Von dieser Erkrankung können sämtliche Teile des Zahnhalteapparats betroffen sein: Das Zahnfleisch, der Kieferknochen und auch die Haltefasern, mit denen der Zahn im Kiefer befestigt ist.
Ein erstes Anzeichen einer drohenden Parodontose ist in der Regel Zahnfleischblutungen, das beim Verzehr harter Speisen, z.B. beim Biß in den Apfel, oder beim Zähneputzen auftreten kann. Die Farbe des Zahnfleischs wandelt sich von blaß-rosa = gesund zu dunkelrot = krank.
Schwindet im Verlauf der Erkrankung das Zahnfleisch, werden die Zähne länger. Da mit diesem Prozeß wertvolle Anteile des Kieferknochens und auch der Haltefasern verlorengehen, beginnen die Zähne locker zu werden. In manchen Fällen kann sich das Zahnfleisch so stark entzünden und anschwellen, daß es den Knochenschwund verdeckt. Das Zahnfleisch umschließt dann den Zahn nicht mehr fest, und es entstehen sogenannte "Zahnfleischtaschen", später auch "Knochentaschen".
In den Taschen sammeln sich die feinen Speisereste und vermischen sich mit den sonst harmlosen Mundbakterien, die sich hier nun sehr wohlfühlen und sehr stark vermehren. Aus den feinen Speiseresten, bilden sich Beläge und daraus dann harter Zahnstein, der sich fest an der Zahnwurzel anlagert. Durch diesen Vorgang und durch die aggressiven Stoffwechselprodukte der Bakterien wird der Kieferknochen gereizt, und er bildet sich zurück.
1. Mangelhafte Mundhygiene
Ein weiterer ausschlaggebender Faktor bei der Entstehung der Parodontose ist eine unzureichende Mundhygiene.
Bei jeder Mahlzeit entstehen Zahnbeläge, sog. Plaques, die sich vor allem am Zahnfleischrand und in den Nischen zwischen den Zähnen festsetzen. Diese Beläge bilden sich besonders stark beim Verzehr von Süßigkeiten, Kuchen, Weißmehlbackwaren oder Ähnlichem. Werden sie nicht täglich mit der Zahnbürste gründlich entfernt, erhärten sie mit der Zeit zu Zahnstein und greifen den Zahnhalte-apparat an.
2. Reizfaktoren in der Mundhöhle
Überstehende Füllungsränder, zu große Zahnkronen, schlecht sitzende Prothesen und ungünstige Zahnbelastungen können das Zahnbett zusätzlich reizen und Entzündungen hervorrufen - ebenfalls unverträgliche Füllungs-, Kronen- oder Prothesenmaterialien.
3. Falsche Ernährung
Eine bedeutende Ursache für die Entstehung einer Parodontose ist eine falsche Ernährung.
Überwiegen bei den täglichen Mahlzeiten für den Körper "wertlose" Nahrungsmittel wie z.B. Nudeln, Kuchen und andere Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Marmelade, oder auch Fertiggerichte und Konservennahrung usw., werden dem Organismus nicht genügend lebenswichtige Stoffe, sog. Vitalstoffe, zugeführt. Diese Vitalstoffe wie Vitamine und Spurenelemente müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, damit der Körper sie zur Aufrechterhaltung seiner vielen Funktionen verwenden kann. In oben genannten Nahrungsmitteln fehlen diese Stoffe oder sind durch fabriktechnische Herstellungsmethoden größtenteils zerstört worden.
Regelmäßiger Konsum von Nikotin, übermäßig viel Alkohol und Kaffee behindern wichtige Stoffwechselvorgänge. Diese Genußmittel enthalten viele Nervengifte und auch andere durch die Herstellung bedingte Schadstoffe, die bei häufigem täglichem Verzehr die verschiedensten Erkrankungen verursachen können.
Zur Stabilisierung seines Abwehrsystems - des Immunsytems -, zur laufenden Erneuerung der Körperzellen, zur Gesunderhaltung sämtlicher Organe und auch zur Blutbildung benötigt der Körper Stoffe, die nur in frischen Lebensmitteln enthalten sind, wie z.B. in Obst, Salat, Gemüse, Keimlingen und Sprossen, Vollkornerzeugnissen, Fisch und magerem Fleisch.
Mindestens die Hälfte (50%) der täglichen Ernährung sollte aus diesen vollwertigen, frischen und natürlichen Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft bestehen!
Überwiegt der Fleischanteil (d.h. das tierische Eiweiß) bei den Mahlzeiten, was überall in der westlichen Welt statistisch belegt ist, kommt es mit der Zeit zu einer Schwächung und Übersäuerung verschiedener Gewebe. Schließlich führt dies zu den bekannten "Zivilisationskrankheiten" wie Bluthochdruck, Gicht, Rheuma und anderen Gelenkerkrankungen. Der Mensch wird "sauer" – im wahrsten Sinne des Wortes!
Den Übersäuerungsgrad, als wichtiger Überprüfungswert für die Qualität des Stoffwechsels, können Sie leicht selbst überprüfen. Fragen Sie uns.
Ca. 80% unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt!
4. Die Bedeutung des Darms
Spricht man von schlechter Ernährung, so muß die Bedeutung des Darms unbedingt mit beschrieben werden!
Schlechte Ernährung beeinflußt nachhaltig das gesamte Darmmilieu. An der Verdauung der aufgenommenen Nahrungsmittel sind viele Bakterien wesentlich beteiligt, die in Einklang mit unserem Körper die Darmwand besiedeln. Ohne diese Bakterien kann eine normale Verdauung gar nicht ststtfinden. Erhalten die Bakterien nun hauptsächlich leicht spaltbare Stoffe wie z.B. Zucker oder Weißmehlprodukte, so wird das Gleichgewicht, in dem die verschiedensten Bakterienstämme leben, empfindlich gestört.
Als Folge entwickeln sich Bakterienarten, die dem Körper nicht guttun, sondern eine schädliche Wirkung auf das Darmmilieu entfalten. Sehr häufig wachsen auch Pilze im Darm, die bei länger bestehender Milieuänderung zu Darm-Schleimhautentzündungen führen und auch Organe infizieren können. Zum einen benutzen die Pilze die für uns wichtigen Nahrungsbestandteile für ihre eigene Ernährung - sie sind regelrechte Vitaminräuber -, zum anderen belasten sie unseren Organismus durch die dabei entstehenden giftigen Stoffwechselprodukte außerordentlich stark.
Erste Symptome bei einer vermehrten Pilzbesiedelung des Darmes sind: Völlegefühl – selbst nach "kleinen" Mahlzeiten und der berühmte "Blähbauch" nach dem Essen. Die Schleimhautentzündungen werden von den Patienten oft gar nicht bemerkt – sie entwickeln sich schleichend.
Das Immunsystem wird durch die Pilzbelastung in seiner Funktion wesentlich beeinträchtigt. Der Körper wird anfälliger für Infektionserkrankungen. Auch die Haut kann sich verändern. Akne, Neurodermitis und Psoriasis, gesteigerte Allergiebereitschaft können u.a. hierin ihre Ursache finden. Bei Verdacht auf derartige Zusammenhänge wird zur Diagnostik eine Stuhlprobe in ein Speziallabor geschickt; siehe weiter unten.
5. Andere Risikofaktoren und Vererbung
Neue wissenschafltiche Erkenntnisse belegen eindeutig, daß das Rauchen den Knochenschwund bei der Parodontose massiv beschleunigen kann. Durch die Schadstoffe im Rauch wird die Ernährung des Knochens und des Zahnfleiscas behindert. Die Folge: das Zahnfleisch entzündet sich – der Knochen schwindet. Auch innere Erkrankungen, wie z.B. Diabetes oder auch erblich bedingte Stoffwechselstörungen können die Ausbildung einer Parodontose begünstigen.
6. Zusammenfassung
Bewerten wir alle aufgeführten Ursachen für die Entstehung einer Parodontose, so müssen wir eindeutig feststellen, daß eine richtige Ernährung und eine gute Zahnpflege von allergrößter Bedeutung sind.
Falsche Ernährung - Übersäuerung - Zahnfleischveränderungen - mehr Zahnbeläge - Zahnfleischentzündungen - Taschenbildung - Knochenrückgang - Parodontose - Zahnverlust - Entstehung anderer Erkrankungen
1. Modellherstellung:
Von Ihren Kiefern werden Modelle zur besseren Beurteilung Ihrer Mundsituation hergestellt. Bei Prothesenträgern werden Modelle mit und ohne Zahnersatz angefertigt.
2. Röntgen:
Von den Kiefern und Zähnen müssen Röntgenaufnahmen gemacht werden: meist genügen eine Panoramaschichtaufnahme (ein Rundumbild) und ergänzende Kleinbildaufnahmen von schwierigen Zahn-Kiefer-Situationen.
3. Parondontose-Plan
Ein Paordontose-Plan wird aufgenommen, in dem alle Zahnfleischtaschentiefen und der Knochen-verlauf nach Ausmessung aufgezeichnet werden.
4. Kariesrisiko-Bestimmung
Mit einer Bestimmung der Bakterienkulturen aus Ihrem Mund kann das Risiko auf eine Kariesentstehung gemessen werden. Aufgrund der Größe der Bakterienzahl können auch Rückschlüsse auf ein Parodontose-Risiko gemacht werden. Ernährungsfehler werden sichtbar!
5. Die Stuhluntersuchung
Zur ergänzenden ganzheitlichen Diagnostik und zur Beurteilung der Stoffwechsel-Risikofaktoren, zur Beurteilung des Darmmilieus und eines möglichen Pilzbefalls kann zu all den zahnärztlichen Maßnahmen auch eine Stuhluntersuchung (siehe weiter oben) durchgeführt werden.
Sie erhalten auf Wunsch entsprechende Teströhrchen, die Sie an das Labor senden, mit dem wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten.
Nicht nur die Bakterienvielfalt wird hierbei diagnostiziert. Es können auch über die Messung verschiedener Verdauungsparameter Rückschlüsse auf eventuelle Störungen im Leber-Galle-System, der Bauchspeicheldrüse und auf Entzündungen der Darmschleimhaut gezogen werden. Zur Therapie dieser Störungen kann ich Ihnen im Rahmen meiner Tätigkeit als Heilpraktiker geeignete Medikamente austesten und nach individuellen Testergebnissen verordnen.
Seit dem neuen Gesundheitsreformgesetz unterstreichen die Krankenkassen immer mehr die Bedeu-tung der Individualprophylaxe kombiniert mit einer professionell durchgeführten Zahnreinigung von speziell ausgebildeten Zahnarzthelferinnen als Vorsorge zur Verhütung von Karies, Schäden an Zähnen, Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und zur Vorbeugung von Parodontose. Untersuchungen an den Universitäten in verschiedensten Ländern in Europa und den USA belegen, daß durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen 3-4 Mal im Jahr die Entstehung neuer Löcher und von Zahnfleischentzündungen und die Bildung von Zahnfleischtaschen nahezu vollständig verhindert werden kann!!!
1. Die Individualprophylaxe und die professionelle Zahnreinigung
Folgende Maßnahmen werden im Rahmen der Individualprophylaxe und der Professionellen Zahnreinigung durchgeführt: Aufnahme eines Mundhygienestatus. Wo sind die Beläge? Anfärben von Zahnbelägen. Intensive Reinigung und Politur von Zähnen, Zahnzwischenräumen, Brücken und Kronen mit speziellen Instrumenten und Geräten. Schulung in der richtigen Zahnpflege mit Abstimmung auf die individuellen Probleme, z.B. bei Zahnfehlstellungen oder Zahnersatz. Kontrolle der eingeübten Zahnpflegemaßnahmen. Ernährungsberatung.
Außerdem bieten wir Ihnen die Entfernung auch der dunkelsten Zahnbeläge mit dem AIR-FLOW an. Die Zähne werden durch einen Luft-Wasser-Salzstrahl schmerzlos strahlend sauber gesprüht!
2. Die intraorale Mund-Videokamera
Mit der Mund-Videokamera zeigen wir Ihnen Zahn für Zahn! Wir speichern Ihre Bilder VOR und NACH der Behandlung. So können Sie Ihr Putzergebnis besser kontrollieren.
Mehr sehen heißt mehr wissen.
3. Die Vector-Therapie
Zahnfleischbluten? Ein Fall für den Vector!
Als mittlerweile wichtigsten Bestandteil der Parodontose-Vorbehandlung wenden wir in unserer Praxis den VECTOR an. Dieses neu entwickelte Ultraschall- und Spülgerät arbeitet völlig anders als die bisher verwendeten Ultraschall-Zahnstein-Entfernungsgeräte.
Der VECTOR kann mehr!
Durch seine hydrodynamische Ultraschall- und Spültechnik arbeitet der VECTOR äußerst schonend aber trotzdem effektiv in den neuralgischen und schmerzempfindlichen Zonen der Zahnfleisch-taschen.
Parodontose bekämpfe: effektiv & atraumatisch.
Mit dem VECTOR werden die Taschen sorgfältig gespült und ein Teil der schädigenden Bakterien entfernt. Der VECTOR verletzt kein schmerzempfindliches Gewebe in den Zahnfleischtaschen. Der VECTOR entfernt den größten Teil des Zahnsteins schonend außerhalb und in den Zahnfleisch-taschen.
Diese Behandlung ist angenehmer und schmerzfreier als die bisher bekannte Zahnsteinentfernung mit den üblichen Ultraschallgeräten.
Die VECTOR-Therapie ist somit eine vorbeugende Maßnahme für die Parodontose und eine der effektivsten Therapieformen zur Zahnerhaltung!
Die Parodontosetherapie, die keinen Winkel auslässt! Infektionskontrolle auf höchstem Niveau!
Der VECTOR wird ebenfalls in der Nachbehandlungsphase der Parodontosetherapie zur Erhaltung des Therapieergebnisses eingesetzt. Da diese Taschenspülung auch die meisten Bakterien entfernt, wird eine Tascheninfektion verhindert!
Speziell geschulte zahnärztliche Helferinnen erbringen diese Arbeiten in unserer Praxis. Mit dem nächsten Schritt werden wir mit Ihnen die für Sie wichtigen Mundhygienemaßnahmen besprechen, demonstrieren und einüben. Geeignete Zahnpflegemittel werden Ihnen gezeigt und empfohlen.
Zu große Füllungsränder werden geglättet; meist müssen diese Füllungen allerdings komplett erneuert werden. Zu große Kronen lassen sich nicht nachbessern, sie müssen neu angefertigt werden. Schlecht sitzende Prothesen können unter Umständen umgearbeitet werden. Zahnfehlbelastungen werden durch Einschleifmaßnahmen an Zähnen und Kronen korrigiert.
4. Zahnersatz und Parodontosetherapie
Sollte eine Neuanfertigung von Zahnersatz notwendig werden, so geschieht dies sinnvollerweise erst nach Abschluß der Parodontosebehandlung, da sich Form und Verlauf des Zahnfleischs verändern können. Muß schlecht sitzender Zahnersatz wegen einer besseren Verheilung des Zahnfleischs bereits vor oder während der ersten Behandlungsphasen entfernt werden, so versorgen wir die Zähne mit Provisorien.
5. Die Recall-Kontrollsitzungen
Der Erfolg Ihrer Bemühungen wird regelmäßig in den sog. "Recall-Sitzungen" kontrolliert. Der Abstand der RECALL-SITZUNGEN hängt vom Kontrollergebnis ab. Erst wenn die Zahnpflege, die Sie zuhause durchführen können oder die wir durch unsere Maßnahmen auf einem entsprechenden Niveau halten können, zufriedenstellend ist, sollten wir weitere Termine zur endgültigen Parodontosetherapie vereinbaren. Auch wenn neuer Zahnersatz geplant ist, sollte die Zahnpflege stimmen. Wir möchten Ihre Zahnpflege derart verbessern, daß alle weiteren zahnärztlichen Behand-lungen auf einem gesunden Boden aufbauen können
1. Bisher übliche operative Therapie
Die Entfernung des für Sie nicht sichtbaren Zahnsteins erfolgt unter lokaler Betäubung. Bei diesem Behandlungsschritt säubere ich auch die Zahnfleisch- und Knochentaschen und glätte die Zahn-wurzeln. Bei sehr tiefen Taschen und bei ausgeprägten Parodontoseformen kann es notwendig sein, das Zahnfleisch zur Einsichtnahme in die Taschen aufzuklappen und anschließend zu vernähen. Die Nähte werden nach einer Woche entfernt.
Für diese Arbeit reservieren wir Ihnen in der Regel 4 Termine. D. h. je Sitzung wird 1 Kieferhälfte behandelt. In leichteren Fällen können je Sitzung 2 Kieferhälften therapiert werden.
Dank der VECTOR-THERAPIE ist dieser Eingriff in unserer Praxis jedoch äußerst selten geworden.
2. Die Lasertherapie
Auf die oben beschriebene operative Therapie kann in sehr vielen Fällen nun fast vollständig verzichtet werden. Der Laser unterstützt die Parodontosebehandlung außerordentlich gut und bildet mit dem VECTOR ein ideales Therapiepaar.
Mit dem LASER fahre ich langsam in die Zahnfleischtaschen. Vorsichtig und schmerzfrei werden die entzündeten Innenseiten der Zahnfleischtaschen bearbeitet. Das entzündete Gewebe wird verdampft. Die schädlichen Bakterien werden abgetötet und die Taschen werden sterilisiert. Die letzten Zahnsteinablagerungen an der Wurzeln werden pulverisiert und verschwinden. Abschließend werden die Taschen noch einmal mit dem VECTOR gespült, sodaß sie keimfrei sind.
Die Vorteile der Lasertherapie
In der Regel können in einer Sitzung 2 Kieferhälften problemlos therapiert werden. Wichtig ist auch bei dieser Therapie: Erst die regelmäßigen Nachkontrollen mit der Individualprophylaxe und der Professionellen Zahnreinigung sichern ein stabiles Langfristergebnis.
3. Verhaltensanweisung direkt nach der Lasertherapie
4. Übrigens
Die Lasertherapie wird im Zahn-Kiefer-Bereich genauso erfolgreich und schmerzarm wie bei anderen Operationen oder Erkrankungen eingesetzt. So z.B. bei
Aus in der Dermatologie ist der Laser vielseitig zur Behandlung verschiedenster Hauterkankungen einsetzbar. Zum Beispiel bei:
5. Knochenaufbau - Wunsch oder Wirklichkeit?
Kann man den verlorenen Knochen wieder zurückzaubern? Kann man dadurch lockere Zähne wieder befestigen und den drohenden Zahnverlust verhindern?
Ja - es ist gelungen, mit dem knochenähnlichen Material – es besteht aus Tricalciumphosphat - z.B. Cerasorb von der Firma Curasan, den Knochen wieder zum Wachsen zu bringen. Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Zahnerhaltung.
Wie geht man dabei vor? Zunächst wird wie bei jeder größeren Parodontosetherapie unter Lokalanästhesie das entzündete Gewebe in der Knochentasche entfernt. Der entstandene Hohlraum wird nun mit Biobase aufgefüllt und mit einer Schutzmembran abgedeckt. Diese Membran löst sich selbstständig auf und braucht nicht entfernt zu werden. Nach einigen Wochen bis Monaten ist wieder Knochen gewachsen.
Cerasorb ist eine Substanz, die dem Knochen sehr ähnlich ist. Es besteht aus den elementaren Bestandteilen des Knochens: aus Calcium und Phosphor. Cerasorb reizt den Knochen zu neuem Wachstum an und wird vollständig in Knochen umgebaut. Nach ca. 6-12 Monaten erkennt man im Röntgenbild nur noch selbständigen Knochen.
Cerasorb ist ein synthetisches, absolut steriles Knochenaufbaumaterial, ohne Bestandteile menschlicher oder tierischer Herkunft. Es ist in seiner Anwendung völlig unbedenklich.
Die Kosten für diese Behandlung richten sich nach Größe und Umfang des Aufbaus und des Eingriffs. Gesetzliche Krankenkassen leisten hierbei keinen Zuschuß. Private Krankenkassen haben diesen Knochenaufbau größtenteils in ihren Leistungskatalog aufgenommen und erstatten die Kosten zumindest zum Teil im Rahmen Ihres Versicherungsvertrags.
6. Implantat - Versorgung bei Zahnverlust
Können trotz all dieser Maßnahmen Zähne nicht mehr erhalten werden, so kann man die entstandene Zahnlücke mit einem Implantat versorgen.
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen geschraubt werden. Der Kiefer wird vorher genauso betäubt, wie z.B. beim Legen einer Zahnfüllung. Das "Einschrauben" ist schmerzlos. Als Implantatmaterial hat sich Titan bewährt. Titan wird seit Jahrzehnten für Herstellung von künstlichen Hüftgelenken verwendet. Die Einheilcite = Erfolgscite liegt statistisch bei über 95%. Dennoch muß jeder Einsatz vorher genau abgewogen werden.
Nach einer Einheilzeit von ca. 3 Monaten kann das Implantat mit einer Krone oder Brücke versorgt werden. In einigen Fällen ist auch möglich, sofort nach dem Zahnziehen ein Implantat in den Knochen einzuschrauben.
Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Auch die anschließende Versorgung mit Kronen, Brücken oder Prothesen muß der Patient selbst zahlen. Die privaten Krankenkassen übernehmen allerdings diese Kosten im Rahmen des vereinbarten Versicherungsvertrages.
7. Medikamentöse Therapie
Selbstverständlich kann die Mundhygiene mit bestimmten Spüllösungen unterstützt werden. Hier bieten sich vor allem pflanzliche Präparate an, die die Zahnfleischtaschen desinfizieren können. Z.B. das Sylviathymol. Taschenbehandlungen mit Antibiotika oder Cortisonpräparaten als systematische Allgemeintherapie lehnen wir grundsätzlich ab, da sie erhebliche Auswirkungen auf das Immunsystem und den gesamten Organismus haben.
Wie bei der Phase 1, der Vorbehandlung, ist die Nachkontrolle – der "RECALL" – von äußerster Wichtigkeit. In regelmäßigen Abständen, die sich ganz nach Ihrem persönlichen Risikoprofil richten, wird das Behandlungsergebnis kontrolliert. Es werden sofort notwendige Maßnahmen besprochen und mit Ihrem Einverständnis veranlaßt, falls in einzelnen Kiefergebieten wieder der VECTOR oder LASER eingesetzt werden müssen.
Ist dies der Fall, sind diese Maßnahmen bei weitem nicht mehr im gleichen Umfang notwendig, wie bei der ersten Hauptbehandlung. Sie werden nur noch korrigierend eingesetzt.
Die RECALL-Sitzungen werden meist in folgendem Rhythmus direkt nach der letzten Parodontosetherapie vereinbart:
Bedenken Sie, daß diese Umstellung Ihrer Ernährung nicht nur Ihren Zähnen, sondern Ihrem gesamten Organismus guttun wird. Die Vollwerternährung – sie enthält durchaus auch Fleisch und Fisch - ist die beste Prophylaxe zur Verhütung der Parodontose und der bereits erwähnten Zivilisationserkrankungen.
Beachten Sie bitte, daß ein Ablassen von alten, eingefahrenen Gewohnheiten von Ihnen und Ihrer Familie viel Geduld und Verständnis erfordert. Gehen Sie bei der Ernährungsumstellung nicht zu abrupt und radikal vor, sonst sind Mißerfolge vorprogrammiert.
Die Vollwerternnährung ist nicht nur für Erwachsene wichtig, sie ist auch für Kinder und Jugendliche erforderlich. Gerade der heranwachsende Körper benötigt zu seinem Aufbau viele natürliche Stoffe, die weder in Süßigkeiten - auch nicht in der "Milchschnitte", noch in Weißmehlprodukten enthalten sind. Die "Vollwerternährung" ist keine Diät. Vollwerternährung heißt auch nicht, daß Sie nun ein genußfreies Leben führen sollen. Kaffee und schwarzer Tee, Alkohol und Süßigkeiten sind in Maßen erlaubt.
Zur richtigen Ernährung können wir Ihnen einige Tipps geben. Beachten Sie bitte auch die Seite mit den Buchempfehlungen.
Die Kosten für die einfache Parodontosetherapie werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Alle Zusatzbehandlungen wie die Individualprohylaxe, die Professionelle Zahnreinigung, Laboruntersuchung für die Karies-Risiko-Bestimmung, die VECTOR-Therapie, die LASER-Therapie, die RECALL-Sitzungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen weder übernommen noch bezuschußt!
Hierfür muß mit unserer Praxis eine "PRIVATER BEHANDLUNGSVERTRAG" abgeschlossen werden.
Die Kosten für eventuell verordnete naturheilkundliche und homöopathische Medikamente werden nur von manchen und nicht von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet! Daher erhalten Sie von uns hierfür ein Privatrezept, das Sie in der Apotheke sofort selbst bezahlen müssen. Reichen Sie das Rezept dann bei Ihrer Kasse zur Erstattung ein. Vielleicht haben Sie Glück.
Wenn Sie sich für diese moderne und schonende Parodontosetherapie interessieren, berechnen wir Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag. Vor Beginn der Behandlung sprechen wir die gesamte Therapie dann mit Ihnen ab.
Private Krankenkassen sind bei der Erstattung der oben genannten Therapie- und Diagnosekosten großzügiger. Das meiste wird erstattet. Auch bietet die GOZ je nach Parodontosebefund Möglichkeiten zur besonderern Schwierigkeitsbewertung. Dies muß vor Behandlungsbeginn mit unserer Praxis abgesprochen werden.
Auch wenn für Sie die hier dargelegten Möglichkeiten einer umfassenden Parodontosetherapie völlig neu sind, stellen Sie Ihre Überlegungen in aller Ruhe an. Fragen Sie uns – wir sind für Sie da. Wir sind froh, Ihnen vor allem mit der VECTOR- und der LASER-Therapie nun zwei Verfahren anbieten zu können, die die Behandlung für Sie angenehmer und im End- und Langzeitergebnis erfolgreicher werden läßt.
Für Ihre Zahngesundheit und für körperliches Wohlbefinden sollten Sie sich diesen Schritt überlegen.
Haben Sie Mut – fangen Sie's an. Wir helfen Ihnen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dabei.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Alle Texte und Bilder Copyright © Dr. Wolfgang Poloczek 2010